Periodontologie
Fortgeschrittene Parodontaltherapie, regenerative Verfahren und strategischer Zahnerhalt

Parodontalerkrankungen sind die häufigste Erkrankung in der veterinären Zahnmedizin, dennoch wird ihr volles Ausmass ohne vollständige intraorale Radiographie und parodontale Sondierung unter Anästhesie durchgehend unterschätzt.
Geschlossene und offene Parodontaltherapie
Die geschlossene Parodontaltherapie eignet sich für frühe bis moderate Parodontitis. Bei fortgeschrittenen Fällen mit tiefen Taschen, Furkationsdefekten oder Knochenverlust wird die offene Parodontaltherapie essenziell, um unzugängliche Bereiche effektiv zu erreichen und zu behandeln.
Regenerative Verfahren
Regenerative Verfahren kommen bei signifikantem alveolärem Knochenverlust, vertikalen Defekten und Furkationsbeteiligung zum Einsatz um eine Extraktion zu vermeiden, wenn die Bedingungen es zulassen. Der Erfolg hängt von der Patientenselektion, der Defektbeurteilung und optimierten Heilungsbedingungen ab.
Management fortgeschrittener Parodontitis
Fortgeschrittene Parodontitis mit tiefen infraknöchernen Taschen, Klasse-II–III-Furkationen oder ausgeprägtem Attachmentverlust erfordert eine spezialisierte Beurteilung der Erhaltungsfähigkeit auf Basis von Sondierung, Radiographie, Mobilität und parodontalem Status. Der Zahnerhalt durch strukturierte Therapie übertrifft die Extraktion bei strategischen Zähnen wie Eckzähnen und Reisszähnen und unterstützt die langfristige Funktion.
Eine Überweisung oder Konsultation ist sinnvoll, wenn Ihr Patient folgende Befunde zeigt: